Die Elbelche Dresden

Korfball an der TU-Dresden
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/ Schon etwas ältere Neuigkeiten ... / Flutkatastrophe in Deutschland
 

Nachdem es zwei Tage lang unaufhörlich und stark geregnet hatte, traten am Dienstag den 12.08.2002 viele ansonsten kleine und harmlose Flüße über die Ufer und rissen alles mit sich, was nicht niet und nagelfest war. Und selbst davor machte das Wasser oft keinen Halt. Autos, Bäume, Gartenlauben, Mülltonnen, und jede Menge an Unrat schwammen in den Fluten. Straßen verwandelten sich in dreckige Flüße, ganze Dörfer und Städte wurden zu Seenlandschaften, in denen mancherorts nur noch die Dächer zu sehen waren. Doch die Kraft des Wassers riß auch einige Häuser ganz bzw. teilweise mit sich. Bisher wurden 15 Leichen gefunden, aber es ist zu befürchten, daß noch weitere Menschen ihr Leben in den Wassermassen ließen.

Tausende Menschen versuchten verzweifelt, das Wasser aus den Städten und Dörfern fern zu halten, aber die Natur war stärker und meist ging der Kampf der Anwohner und zahlreichen Helfer verloren.

Alle auch nicht direkt betroffene Dresdner sind in diesen Stunden eng zusammengerückt und helfen sich gegenseitig, wo es nur geht. Tausende Dresdner und wahrscheinlich auch Menschen aus anderen Städten schaufelten Sand in Säcke, und reichten sie in Menschenketten wie auf einem Fließband zum nächsten LKW. Wenn die Säcke oder der Sand mal ausgegangen war, warteten alle ungeduldig bis Nachschub kam, um sich dann voller Elan und Ehrgeiz auf die Arbeit zu stürzen. Oft konnte man kaum zum Sandhaufen durchkommen, so viele Menschen wollten helfen. Es war beeindruckend und wohl auch das einzig Positive an der Flut.

Das Wasser der ansonsten kleinen Flüsse kam teilweise innerhalb weniger Stunden und verschwand auch meist schnell wieder, doch was zurück blieb war mindestens genauso schlimm. Schäden in Milliardenhöhe. Dreck und Schlamm sind in Dresden allgegenwärtig. Wenn man durch die Straßen läuft, sieht man Berge von Sperrgutabfällen. Betten, Sofas, Schränke, Teppiche, ... alles ist zerstört und damit unbrauchbar geworden. Gerade erst renovierte Geschäfte müssen die gesamte Einrichtung rausreißen und ersetzen. Doch ob sie dafür das Geld und den Mut haben, ist mehr als fraglich

Die Situation an den Flüssen, die sich für einen Tag ihr ursprüngliches Flußbett wiedererobert hatten, ist schrecklich. Verzweiflung und Ohnmacht ist noch immer in den Gesichtern der Anwohner zu sehen. Doch als die Flüsse wieder klein und zahm wurden, stieg die Elbe und überflutete weitere Teile Sachsens. Der Scheitel der Flut wurde am Samstag mit 9,40 m erreicht. Dies ist der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Normalerweise hat die Elbe zu dieser Jahreszeit einen Stand von 2 m.

Die Bilder haben wohl noch alle vor Augen. Es war ein schrecklicher Anblick - vor allem für diejenigen, die nur ihr bloßes Leben retten konnten. Sie müssen von vorn anfangen, denn ihre jahrelange Arbeit ist davongeschwommen.

In den Wassermassen verloren viele Menschen alles, was sie besaßen - nur ihre Schulden nicht !!!

Wir möchten alle bitten zu helfen, wo es nur geht. Sachspenden und Geldspenden werden gebraucht wie nie zuvor. Auch kleine Beträge können helfen. Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle auf die zahlreichen Spendenkonten verweisen. Auf den Internetseiten des MDR, sowie bei der Sächsische Zeitung und Dresden-online sind diese Konten ausgewiesen.

Da auch viele Sportstätten vom Wasser zerstört wurden, engagiert sich der DFB für den Wiederaufbau der Sportanlagen, denn es soll so schnell es geht auch wieder "Normalität" eintreten. Das Leben geht weiter und Sport ist ein guter Ausgleich, um wieder neue Kraft zu schöpfen.

Es kann uns alle treffen. Wer weiß, welcher Fluß als nächstes über die Ufer tritt. Wir müssen zusammenhalten und uns gegenseitig helfen.


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